von Martin Fürst,

Wie können wir die Geschenke der Erde erwidern?

Balance, Wechselseitigkeit, Ausgeglichenheit - ein ständiges Hin- und Her, manchmal stärker, manchmal schwächer. Aber was ist unser Anteil im großen Geben und Nehmen? Oder was könnte er sein?

Wechselwirkung

 
In eine Wechselseitigkeit treten, Geben und Nehmen, das ist nicht nur eine Form von “guten Manieren”. Es ist, so scheint es mir, die Art wie unsere biophysische Realität funktioniert.
 
Auf eine Weise betrachtet, stellen sich, von uns als Balance bezeichnete Zustände in ökologischen Systemen dann ein, wenn aus einem aktiven Kreislauf aus Geben und Nehmen, positive und auch negative Feedback-Schleifen entstehen.
 
Wir bemerken, dass sich im Hin- und Herwogen dieser Schleifen eine Form von Gleichgewicht einstellt, in der “das Leben” mit seinen mannigfaltigen, kreativen Erscheinungen aufblühen kann.
 
Jeder Teilnehmer eines solchen ökologischen Systems bringt sein Talent ein, sein ureigenes Potential, sein schöpferisches Geschenk.
Wenn dieses Geschenk, in seiner subjektiven Einzigartigkeit, in Bewegung ist, dann wird sich diese lebensbejahende, vielfältige Balance immer wieder einstellen und lange halten können.
 

Wie können wir wieder in eine auf Balance ausgerichtete Wechselwirkung treten?

 

PUNKT 1

 
Anerkennen, dass wir als Mensch “nur” ein Mitglied unter vielen Lebewesen und Nationen sind, und uns alle etwas Essentielles verbindet, was manche als “der Geist der sich in und durch alle Dinge bewegt” bezeichnen. Wir sind so betrachtet alle gleich, trotz unserer Verschiedenheit, wir sind ein großer Kreis, wo niemand besser oder schlechter ist - jeder ist - und das eines jeden Geburtsrecht. Aber unser Geschenk könnte es sein, die Stimme zu sein, für die die keine haben, oder besser gesagt, eine sehr leise Stimme haben - und uns für diese einsetzen. Für den Feuersalamander, die Schmetterlinge, die Orchideen, das Wasser, den Boden ...
 

PUNKT 2

 

Akzeptieren, dass auch für uns universelle Gesetze gelten, auch als “erfolgreiche” Spezies. Der energetischen, natürlichen Ordnung der Dinge und den physikalischen Gesetzen können wir uns, zumindest auf jeweils deren Ebene, nicht entziehen. Alles was man tut, hat eine Auswirkung. Manchmal ist sie direkt und kausal wahrnehmbar, in anderen Fällen verhält es sich wie mit dem Flügelschlag eines Schmetterlings, der andernorts einen Orkan auslösen kann. Mehr und mehr Bewusstsein schaffen, für einen weiteren Blick, der nicht nur unsere Spezies alleine betrifft und sich über 7 Generationen erstreckt.

 

PUNKT 3

 

Lang bevor der Mensch diese Erde besiedelt hat, haben Pflanzen aus Sonnenlicht, Wasser und “unbelebtem” Material sich beständig reproduzierendes Leben geschaffen. Heute scheint es oft so, dass Mensch aus belebten Material Unmengen an “unbelebten” Material schafft - oder zumindest ein solches, welches durch Menge und langsame Abbaubarkeit und mindere biodynamische Wertigkeit noch keinen Weg in ein ausbalanciertes Geben und Nehmen im kleinen wie großen Ökosystem gefunden hat. Ökologisches Denken und Handeln kann im eigenen Umfeld beginnen, bei mir selbst, meiner Familie, meinem Wohnort - und darf sich ausdehen auf Beruf, Nachbarschaft und Gemeinde. Die Pioniere waren schon da, jetzt braucht es die “kritische Masse” !

 

PUNKT 4

 
 
Als ausgesprochen kreatives, lösungsorientiertes, logisches und anpassungsfähiges Wesen, sind wir in der Lage, nicht nur unsere unbalancierten Handlungen einzudämmen oder zu reduzieren, wir können auch aktiv dazu beitragen, Heilung zu ermöglichen und regenerativ zu wirken und gestalten! Nachhaltigkeit ist nicht genug - eine regenerativ ausgerichtete Haltung ist dringen notwendig - und unsere Superpower!
 

Aber wo starten?

 
Nimm dir Zeit für diese beiden Gedanken und richte dich danach aus, wenn es für dich stimmig ist.
 
  1. Eines der Geschenke des Menschen, welches er zum Wohlergehen aller leben und somit einbringen sollte, ist seine Fähigkeit “Danke” zu sagen und in “Dankbarkeit” zu handeln.
  2. Lasst uns in einer Art leben, dass die Erde und all seine Bewohner uns dankbar sein möchten.
 
Für all meine Ahnen und Verwandten

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