Vogelmiere

von Martin Fürst,

Vogelmiere - die Kräutersaison startet!

Da die Vogelmiere auch im Winter unter der Schneedecke vital bleibt, war sie schon für unsere Vorfahren eine wertvolle, ja unschätzbare Quelle für Nährstoffe und Vitamine! Ein Grund sie uns näher anzuschauen, oder?

Die Vogelmiere ist ein bodennah wachsendes, das ganze Jahr über saftiges Kraut. Sie ist eine robuste Angehörige der Familie der Nelkengewächse und hört auch auf den Namen Stellaria media. Weiter Namen sind Vogel-Sternmiere und Hühnerdarm. Sie ist eine treue Begleiterin des Menschen, schon seit der Steinzeit beschenkt sie uns!

Heutzutage jedoch verkennt man sie häufig als Unkraut, doch ist ihr Nutzen in Gärten nicht zu unterschätzen, da die dichten, flachen und bis zu 40 cm langen Ausläufer den Boden im Sommer vor Austrocknung, im Winter vor direkter Kälteeinwirkung schützen. Aber auch als Salat-, Gemüse- und Heilpflanze weiss die kleine Schönheit zu glänzen! Und selbst gejätet wirkt sie noch als ausgezeichnete Kompostbeigabe ...

Mich erinnert ihr Geschmack an junge Erbsen, aber faszinierend finde ich den Vitamin C - Gehalt: bereits 50 Gramm Vogelmierensalat entsprechen in etwa dem Vitamin-C-Bedarf eines Erwachsenen! Dennoch sollte man aufgrund des Gehalts an Saponinen nicht zu große Mengen verspeisen.

Ihre Heilwirkung unterstützt besonders bei Atemwegs-Problemen, als Tee oder auch als Kaltauszug. Empfehlenswert später im Jahr als Mischung mit dem bekannten Husten-Kraut Spitzwegerich. Der nur kurz gekochte Absud ist ein sehr gutes Mittel zur äußeren Anwendung bei Ekzemen, Ausschlägen, auch der Schuppenflechte soll sie Paroli bieten, auch der frische Presssaft wird diesbezüglich erwähnt. Auch Salben kann man aus Vogelmiere herstellen, um Hautirritationen zu behandeln.

Ein spannendes Rezept habe ich bei Storls Buch "Heilkräuter und Zauberpflanzen" gefunden:

1 Bündel frische Vogelmiere und 100g Meerrettich in zB einem Mixer zerkleinern, mit 2 Liter Wasser übergießen und 3 bis 4 Stunden stehenlassen. Nun abseihen und nach Bedarf mit Zucker, Honig oder Stevia süßen.

 Wer wagt mit mir das Experiment? Bin schon auf eure Erfahrungen gespannt!

Ach ja, noch ein Hinweis auf unseren 4teiligen Kräuter-Lehrgang ... wir freuen uns schon sehr darauf!

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