von Martin Fürst,

Ohne diese drei Säulen klappt Gemeinschaft nicht

In diesem Blog möchte ich die für mich gewichtigen drei Säulen einer funktionierenden Gemeinschaften vorstellen - diejenigen welche das Konstrukt tragen und ohne die - wenn auch nur eines wackelt - das Konstrukt unweigerlich zusammenbrechen muss!

Es ist ja nun folgendes:
Ein Haus braucht ein Fundament. Ein Topf am Lagerfeuer braucht zumindest drei Stützen damit er sicher steht - ja sogar dir Dreifaltigkeit braucht 3 göttliche Dimensionen.
 
Mir ist völlig bewusst, dass alles nicht so einfach nicht ist - und schon gar nicht sein darf - aber in dieser Trinität finde ich mich gerne wieder und suche nach Metaphern, Krücken und Eselsbrücken.
 
Und erstaunlich oft passen diese dann auch - kurz, knackig und so weit vereinfacht, dass man auch sinnvoll und konstruktiv was damit anfangen kann! Gebongt!
Hier nun meine 5 Cent - oder waren es 10? - zum Thema Gemeinschaft.
 
 

Säule Nummer 1 - Inhalt

 
Worum geht es in dieser Gemeinschaft?
Wofür steht sie?
Was ist ihre gemeinsame Vision?
Was ist ihre “unified message”?
Wie ist sie aufgebaut, ausgerichtet und strukturiert (organigrammisiert)?
Welches sind die Werte nach den sie sich ausrichtet?
 
 
Was wenn hier etwas fehlt, ungenau, uneins, unklar - wackelig ist?
 
Es ist schwer Einheit zu finden, wenn nicht klar wo es hin geht und was die dahinter liegende Intention ist. Den die Begeisterung für ... was auch immer da der Antrieb war ... lässt nach. Und damit es nachhaltig, kraftvoll und im Frieden bestehen kann, ist diese Säule wichtig gefestigt zu werden.
 
 

Säule Nummer 2 - Verhalten

 
Wie begegnet man sich?
Mit welchen Werkzeugen wird unterstützt, dass jede/r gehört und gesehen wird?
Wo geht man Kompromisse ein, damit etwas unkomplizierter geht und es Spaß macht?
Wird gelacht, gefeiert und herrscht ein guter Geist?
Wie bringt man Individualität und Gemeinsamkeit in Balance?
Wo wird welches Entscheidungsmodell gewählt und warum?
Wie geht man mit Regeln und Richtlinien um, vor allem, wenn mal jemand ausschert?
 
 
Was wenn hier etwas fehlt, ungenau, uneins, unklar - wackelig ist?
 
Das nennt man wohl Authentizität - es braucht Vertrauen, Ehrlichkeit und ein Commitment als Basis für ein friedvolles Miteinander, wo jeder seine Wirksamkeit bei Ziehen an einem Strang wahrnehmen kann. Der innere Friede jedes Einzelnen/jeder Einzelnen ist ausschlaggebend für den inneren Frieden der Gemeinschaft.
 
 

Säule Nummer 3 - Administration

 
 
Wie erreicht man alle Mitglieder der Gemeinschaft und wer kümmert sich darum?
Wo gibt es Begegnungsplätze und wer kümmert sich darum?
Wann gibt es Aussprache-Möglichkeiten im kleinsten Kreise und wer kümmert sich darum?
Wann und wo begegnet sich die gesamt Gemeinschaft in Regelmäßigkeit und wer kümmert sich darum?
Wie vernetzt man sich mit der Aussenwelt und wer kümmert sich darum?
Ist man offen für Input und Hilfe von Aussen und wer kümmert sich darum?
Wie begegnet man Besuchern und wer kümmert sich darum?
 
 
Was wenn hier etwas fehlt, ungenau, uneins, unklar - wackelig ist?
 
In jeder Gemeinschaft gibt es auch etwas zu organisieren, zu planen. Und das bedeutet aktive Kontaktaufnahme, Schaffung von Begegnungsräumen und transparenten Zeiträumen. Träumen und Wollen ist eines, beständiges Durchführen und Ermächtigen der Eigen- und Gemeinschafts-Verantwortung im Kontext der notwendigen Dienste und Aufgaben bzw. Abdecken der Qualitäten des Kreises etwas anderes. Wenn es hier happert, kommt nichts in die Spur, es wird chaotisch, unausbalanciert in puncto geben und Nehmen oder es geht dem Feuer langsam das Licht aus, da niemand Holz schneiden möchte, aber alle es am Lagerfeuer warm haben wollen.
 
 
Viele Gemeinschaften zerbrechen schon an diesem fundamentalen Dreieck - zu zweit oder zu vielt.
Auch das ist eine Position im Kreis - wer achtet darauf und macht es gegebenen Falls zum Thema - zum Freuen und Feiern und Loben oder zum Anstupsen, Verändern und Truth-Speaken.

 

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