von Martin Fürst,

Naturverbindung ist nicht alles

Wie wenn Logos und Mythos sich nährend ergänzen so hat auch die Naturverbindung einen Unterstützer, einen Mitspieler. Wenn diese beiden zusammenkommen, dann entfaltet sich in beiden erst das wahre Potential! 

Aufmerksamkeit

Ich beobachte mit großer Freude und Hoffnung die wachsende Aufmerksamkeit, mit der das Themenfeld Naturverbindung langsam in die Realität einer breiteren Menschengruppe Einzug hält.
Es zeigt sich auf unterschiedliche Arten und Weisen, von reiner Wissensvermittlung über den protektiven Ausdruck von Umweltaktivisten bis zu feinstofflicheren Zugängen, welche die Integration des Gefühls, dass wir Natur sind und mit dieser eng verbunden sind, fördern und vertiefen möchten.

In welchem Maße ...

Hier berühren wir auch schon die Schwierigkeit, alleine den Begriff Naturverbindung einrahmen zu wollen.
Denn das Ausmaß, in welchem menschliche Individuen Natur als Teil ihrer Identität sehen, fühlen und in ihre Haltung und Handlung integrieren, ist höchst different.
 
Ich beobachte gerne, wie Begrifflichkeiten mit Bedeutung, Wert und Emotion beladen werden, diesbezüglich auch Veränderung erfahren oder kulturell unterschiedlich ausgeprägt sind. Und im Besonderen, in welchem Kontext sie verwendet, sprich kommuniziert werden.

Auch so beim Begriff Naturverbindung

Einerseits gibt es den Wissens- und Verständnis-Anteil. Tierische Superlativen, 1001 Kräuter-Inhaltsstoffe, tiefe ökologische Zusammenhänge. Beobachten, analysieren, kategorisieren, verstehen. Es ist wunderbar. Und aussergewöhnlich, was wir schon wissen, und was wir immer noch, Tag für Tag, dazulernen oder umlernen.
 
Dann der pragmatische Zugang. Nutzen, experimentieren, herstellen, formen, wandeln - praktisch bis künstlerisch. Mit Naturmaterialien oder alten, archaischen Techniken. Ein Gefühl näher dran zu sein, in Kontakt kommen, er erleben und erfahren. Verinnerlichte Bedeutung.
 
Oder das Gefühl und die Emotion. Eine Landschaft fühlen, sich selbst wohl fühlen an einem wundervollen, naturnahen Platz. Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge, Vollmond und Neumond, Neugeborene Wildtiere, verendete Roadkills - alles löst etwas tief drinnen aus in uns. Der Glaube an das, dass alles eins ist, wird gestärkt und gefestigt.
 
Wahrscheinlich gibt es noch einige Schattierungen von dem, was ich als erdige Wahrnehmung bezeichnen würde.

Aber diese Art der Naturverbindung ist nicht genug

Sie bringt noch eine andere Seite zum Schwingen. Der erdige Teil der Naturverbindung macht sie erst nur vage vernehmbar, mit zunehmender Tiefe der Naturerfahrung werden unsere Fühler für diese Stimmen feiner und feiner.
 
Und je mehr wir uns diesbezüglich bereit machen, unseren Sender fein einstellen und den Gedanken- und Emotionssturm mehr und mehr befrieden, desto deutlicher kommt diese, eine weitere Realität in unser Bewusstsein.
 
Es ist die Spirit-Welt. Die Beseelung. Eine Welt mit einer Sprache und Gesetzmäßigkeiten, die mit dem „stofflichen“ Zugang nur ab und an, unbewusst und zufällig erfahrbar ist.

Der “Browser”

Es gibt aber einen Kontaktpunkt - einen „Browser“ sozusagen, der in beide Richtungen eine Botschaft in eine Art Bild zu übersetzen und projezieren vermag.
Es sind ZEREMONIEN und RITUALE.
 
Hier wird in beide Richtungen kommuniziert, ausgetauscht, vermittelt, geheilt.
 
Vision, Eingebung, ein lebendiges Bild, Synchronizität, eine Botschaft, Träume, Intuition - jeder hat einen anderen „Browser“ zum Empfangen.
 
Oder Danksagen, Beten, Bitten, Singen und Preisen, Fragen als Senden-Botschaft.
 
Unsere vollständige Lebendigkeit werden wir erst erfahren und entfalten können, wenn wir beide Seiten in unser Bewusstsein, in unsere gelebte Haltung integrieren. Mache nennen es Mystik, andere Spiritualität, andere den Geist der durch alle Dinge fliesst und andere formen Religionen daraus.
 
Nur eine Seite zu bedienen, ...
 
..., ist, wie mit einem Fahrrad zu fahren und nur mit einem Pedal zu treten.
 
 
Es ist was es ist, bis du das zweite Pedal befühlst, vorsichtig in Schwung und Kreislauf bringst. Laufen beide in Harmonie und bestärken einander, dann wird alles leichter werden. Nicht einfacher. Leichter.
 
Unsere Vorfahren, aber auch Lehrer aus aller Welt und Kulturen bringen uns als Geschenk Natur-Zermonien wie Jahreszeitenfeste, Initiationen, Danksagungen und Gebete.
Und auch das Wissen, dass der Temple die Natur ist, die Heimat des Platzes deines Spirits immer bei dir ist, dass er ein eigenständiger Anteil deines Selbst ist und dass du den perfekten Ort und Zugang zur Spiritwelt immer bei trägst.
Nimm eines davon auf. Und installiere es in deinem Leben. Praktiziere es über eine Zeit. Und beobachte.
 
 

Mein Lese-Tipp:

“Awakening Spirits” von Tom Brown Jr.

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