von Martin Fürst,

4 Schritte zu mehr Naturverbindung und Wohlbefinden

Klarer Blick auf das was es braucht, um mit einem Mehr an Naturverbindung zu mehr Lebensqualität, Glück, Zufriedenheit und Gesundheit zu kommen!

Schritt 1: Geh raus in die Natur

 
Ich weiss, das klingt jetzt eigenwillig und nach No-Na. Aber es ist die Wahrheit.
 
Um dich mit der Natur zu verbinden, musst du in der Natur sein.
 
Also nicht auf Youtube, am Smartphone, im Einkaufszentrum oder in einem Bestimmungsbuch daheim - wobei letzteres zumindest schon ein erster Viertel-Schritt ist.

Dauer-Power

Viele von uns haben überbeschäftigte Leben in einer über die Gebühr lauten und unentwegt ablenkenden Welt. Einige bemerken dies auch, häufig angezeigt über verschiedengradige Stress-Symptome und vakante, tiefe Sinnfragen.
 
Und wir haben viele Gründe, warum wir nicht zur Ruhe kommen können. Auch dann wenn wir könnten. In der Freizeit.
 
Die Seele ruft, Körper und Nerven alarmieren, aber der Kopf und seine Muster und Gewohnheiten, sie beeinflussen unsere Entscheidungen maßgeblich. Und so finden wir allzu gerne Ausreden und Gründe, warum gerade heute das mit der Auszeit draussen nicht klappen will.

Die alte Quasselstrippe

Dieser Plappermann ist es auch, der in der anfangs bedrohlich ruhigen natürlichen Umgebung, in der Reizarmigkeit, in seiner Ausgeliefertheit gegenüber dem Dilemma der Kontextlosigkeit zu Ziel-und Leistungsvorgaben einfach wild um sich schlägt und mit allen Tricks dich dazu bringen will gefüttert zu werden.
 
Eine wild gewordenes, pubertierendes Frankenstein-Multitool.
 
Es ist simpel und gerade deswegen kurioserweise kompliziert geworden.

Erlaub es dir

Gib dir selbst die Erlaubnis, in diesen natürlichen Leerlauf zu kommen. Herumzuwandern, dich treiben zu lassen für eine gewissen Zeit.
 
Wir gehen nach Stundenplan joggen, ins Fitnesscenter, haben einen Ernährungsplan ... vielleicht bräuchte es auch eine speziell reservierte Zeit für Naturverbindung. Täglich oder zumindest wöchentlich.
 
Draussen. In echt.
 

2. Wenn du draussen bist, dann sei zu 100% dort

 
Mit allem was ich oben bereits beschrieben habe, wenn du das kennst, dann kennst du sicher auch dieses Gefühl, dass dein Körper zwar in der Freizeit, im Freiraum angekommen ist, aber nicht der Geist.
 
Der Plappermann, du verstehst.
 
Er dreht gerade durch. Das Smartphone. Das Meeting. Das Konfliktgespräch. Die neue Kamera. Der doofe Nachbar. Der nächste Urlaub. Die Liste ... ja sie scheint endlos zu sein.

Mind will follow

Damit dein Geist auch dort ankommt wo du bist, brauchst du einen Übergang. Ein Ritual. Eine Meditation.
 
Das beständige Rattern des Hirnkastls verengt den Trichter und Kanal der Wahrnehmung. Wir alle leben viel zu lange im Tunnelblick. Um in den Moment, ins Hier und Jetzt zu kommen, brauchen wir eine weitere Wahrnehmung, einen weiteren Geist und Bewusstseinszustand.
 
Auch wenn das nach gewissenhafter Übung wie ein Schalter funktionieren kann, ist es dennoch so, dass für die meisten ein gleitender, ritueller Übergang von Nöten ist, um die Stille annehmen zu können.

Slow-Mo

-> Konzentriere dich auf deinen Atem, zähle mit, 100 langsame tiefe, entspannende Atemzüge.
-> Mache 100 langsame bewusste Schritte.
-> Entspanne deine Augen und Gesichtsmuskel. Weite deinen Blick.
-> Und lächle.
-> Und dreh dein Smartphone ab.
 

3. Verbinde dich über deine Sinne

Das ist dein Draht zur Realität. Deine Drähte. Hochentwickelte Sinne hast du. Die meisten fristen ein armes, unterentwickeltes Dasein. Aber ähnlich einem Rennpferd, warten sie auf ihren großen Einsatz, wo sie zeigen können, was in ihnen steckt.
 
Gib ihnen Auslauf, deinen Sinnes-Rennpferden.

Blicken statt schauen

Beachte die Farben und die unterschiedlichen Nuancen. Suche die buntesten Stellen, die hellesten, aber auch die Schatten in den Schatten. Staune über Bewegungen, die Symphonie und Harmonie, die ihr innewohnt - es ist ein Grazie in allem. Taste alles nach Mustern und Texturen ab. Dein Blick streichelt die Schöpfung, wenn du das möchtest.

Duft-Sommelier

Rieche. Schnauf tief Luft ein. Ein paar mal hintereinander. Ja, deine Nase ist überrascht! Welche Details erschnupperst du? Kannst du es zuordnen? Passt es zum Gesehenen? Wie fühlt sich das Gerochene an?
Rieche das Licht. Rieche die Tageszeit. Rieche die Stimmung.

Fein-Akkustiker

Lausche in dich hinein. Dein Herz. Der Atem den du ein- und ausschnaufst. Höre es knarzen, wenn du den Kopf bewegst.
Höre dreidimensional. In alle Himmelsrichtungen, nach oben und unten.
Was ist das am weitesten entfernte Geräusch? Wieviele verschiedene Vogelstimmen kannst du wahrnehmen? Kannst du dem Windgeräusch, dem Gesang der Bäume folgen und so mit dem Wind reisen?

Feel it

Wie fühlt sich sein Körper an? Wo stehst du gerade? Wie ist der Boden beschaffen wo du gerade stehst oder gehst oder sitzt? Wie fühlt sich die Luft an auf deiner Haut? Wo bist du entspannt und wo angespannt?

Geh-Wusst-Sein

Bleib immer wieder stehen und gehe deine Sinne ganz bewusst durch auf deiner Natur-Freizeit-Reise, im Naturverbindungs-Gym.
Geniesse. Staune. Lass dich überraschen. Erlaube dir, dich zu begeistern.
 

4. Teile deine Natur-Erfahrungen

Geh bewusst zurück zu diesen wunderbaren Momenten, die dich nähren und mehr und mehr an Bedeutung für dein Seelenheil gewinnen.
 
Schreib es in ein Tagebuch.

Teile dein Glück

Teile Bilder und erlebte Geschichten. Ja, dazu sind soziale Medien was Tolles!
Noch besser - erzähle anderen davon. In deinem Zustand des Erfülltseins. Der dankbaren Glückseligkeit. Hauche deine Inspiration aus und sprich begeistert darüber.
Es verfestigt dein Glück.
Es berührt jemand anderen.
Es fliesst.
Du darfst das.
 
Willkommen auf der Reise zurück zu deinen Geburtsrechten.
 

 

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