von Martin Fürst,

3 Gründe warum Feiern so wichtig ist!

Ohne regelmäßigem Feiern unserer kleinen und großen Fortschritte und Erfolge, ob alleine oder als Partnerschaft oder Gruppe, hungern wir einen wesentlichen Katalysator für Tiefenwachstum schlichtweg aus. Ohne Feiern kommen einige maßgebliche Prozesse des natürlichen Kreislaufes nicht in Bewegung. Lies hier welche das sind und was du dagegen tun kannst!

3 Gründe warum Feiern so wichtig ist!

Das Hamsterrad

Ein Großteil unserer westlichen, "verschulten" Gesellschaft ist in zwei der folgenden Glaubenssätze gefangen.

  1. Ja, ich hab das jetzt erledigt. Ist eh ok. Aber da warten noch so viele andere Dinge, die zu erledigen sind. Ich habe keine Zeit diesen Mini-Schritt zu feiern. Ich muss noch viel mehr erledigen, um dem Ziel näher zu kommen, zu entsprechen. Keine Zeit .... es ist noch so viel Wichtiges und Unaufschiebbares zu erledigen.
  2. Ich hätte das eigentlich schon viel früher Schaffen können. Das war nichts Besonderes, andere haben das in viel kürzerer Zeit getan. Da wäre noch mehr drinnen gewesen. Ich hätte das besser machen müssen. Andere schaffen das immer besser als ich.

Eine Haltung fürs Leben

Kennst du diese beiden Aussagen? Hörst du dich das selbst sagen? Hast du schon einmal rein gefühlt, was diese beiden Gedanken machen, wie sie sich manifestieren als Glaubenssatz und schließlich als Haltung mit der wir durchs Leben gehen? Wenn es nicht so offensichtlich und in seinen Folgen bedenklich wäre, würde ich hier nicht darüber schreiben. Aber ich habe da so meine eigenen Erfahrungen gemacht. Ich bin nämlich auch so einer. Erfolge feiern, kleine Schritte wie große Wachstums- und Schaffensphasen zu zelebrieren gehört nicht zu meinen derzeitigen Stärken. Ich brauch jemanden, der mich daran erinnert. Mich ermahnt. Ich lebe mit so jemanden zusammen  - was für ein Glück! (nicht nur deswegen!).

Der natürliche Lauf der Dinge

Inspiration, Begeisterung, fokussiertes Tun, Lernen, Gestalten, Kreieren - vielleicht gar mit Leidenschaft oder Obsession - als das ist ein natürlicher Ablauf, der Fluss der Dinge. Aber er ist nur ein Teil des gesamten Rades, vielleicht ein Drittel. Der größte Teil des Wachstums, des Potentials dieser Erfahrung, der Weisheit dessen was wir da Tun und Schaffen, muss erst hervorgeholt werden, an das Licht, an die Oberfläche.

Stilles Gift

Wenn wir nie das anerkennen was wir Schaffen, es wertschätzen, uns wertschätzen - dann wird sich mit der Zeit etwas einschleichen. Ein giftiger Stachel in unserem Fleisch ... oder Seele. Es ist eine negative Haltung, die nie, auch nur einen Moment zufrieden ist. Weder mit sich, noch mit dem Umfeld, den Mitmenschen, den Umständen. Es geht langsam Richtung Abgrenzung, Vereinsamung, Frustration, Ablehnung. Es passiert leise und unscheinbar.

Der heilige Moment

Aber der natürliche Kreislauf hat etwas installiert, was uns weiterhilft. Es ist das Innehalten, das Abgleichen des Ist-Zustandes mit dem Wunsch-Bild, sprich die Realität mit der Vision. Oder bildlich gesprochen mein Werk mit dem was im Moment möglich war und dem was ich mir erträume (kenn ich vom Handwerken xD). Und diesen Moment, diesen heiligen Moment gilt es zu würdigen, zu feiern.  

Was macht Feiern mit uns?

Feiern ist hier archetypisch gemeint. Es steht in seiner Qualität für eine Vielzahl an Handlungen und Ausprägungen. Zum Beispiel für Teilen, Sichtbar machen, Anerkennen, ins Scheinwerferlicht bringen ... Feiern kann hier verschiedenes sein.

  • mich belohnen (unser Hirn liebt das!)
  • mich lauthals in den Himmel und über den Klee loben!
  • sagen "Ich kann das und ich hab das richtig gut gemacht"
  • für mich sichtbar machen im Tagebuch oder auf der Liste der geschafften Dinge

 

  • jemand anderen davon erzählen
  • es jemand anderen zeigen
  • es teilen in Sozialen Medien
  • sich gemeinsam mit anderen belohnen

3 Dinge die Feiern mit uns macht

  • Feiern löst uns aus dem fokussiertem Ego. Es ist ein Anerkennen dessen was ist, auch der Anteile die noch nicht so toll sind, oder eben nicht superduper No.1. Alles was das ist ist gut! Wenn es uns gelingt das in uns und mit den verschiednen Anteilen in uns hinzubekommen, wird uns das auch mit anderen Menschen besser gelingen. Und umgekehrt.
  • Feiern bringt Leichtigkeit, es dreht die Energie. Es lässt uns Spannungen abbauen. Sichtweisen und Blickwinkel die im Fokus nicht möglich waren, werden plötzlich wieder machbar. Dieser „andere“ Zugang ermöglicht tatsächlich ein Zugehen, auf mich selbst und auf andere
  • Feiern eröffnet den Prozess des Verinnerlichens, des Destillierens, des Herauskristallisierens der Weisheit der Erfahrung im Tun. Ohne das Feiern möchte und kann ich nicht dorthin gehen. Denn da ist ja nichts zu finden, vermeintlich.

 

Ein paar Fragen zum Nachdenken an dich

  • Wie könntest du dein Schaffen, deine Errungenschaften des heutigen Tages feiern?
  • Wer hat diese Qualität dir zuzuhören und deine kleinen und großen Siege aus dir herauszukitzeln und mit authentischem Interesse dich ins Licht zu stellen?
  • Wann fällt es dir selbst leicht in diese Qualität für andere zu steigen?

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